Provinz - „Zu spät um umzudrehen" Tour 2022

Provinz - „Zu spät um umzudrehen" Tour 2022
27.09.2022 – 14.11.2022
2020 war für Provinz ein „Trotzdem“-Jahr. Im Frühjahr mitten im aufkommenden Hype um ihre Band durch Corona bei voller Fahrt vom Karussell gerissen, platzierten sie im Sommer trotzdem ihr Debütalbum „Wir bauten uns Amerika“ sensationell auf Platz 4 der deutschen Charts. Durch die Kontaktbeschränkungen um ihre beiden restlos ausverkauften Touren des Jahres gebracht, hielten sie durch ausgewählte Picknick- Konzerte trotzdem so gut es ging den Kontakt zu ihren Fans. Und obwohl sie als Durchbruch-Band vermeintlich um das Jahr ihres Lebens gebracht wurden, konnten Vincent, Robin, Moritz & Leon sich am Ende trotzdem über die Auszeichnung als „Bester Newcomer Act“ bei der 1LIVE Krone freuen. weiterlesen
Tickets ab 27,50 €

Termine

Orte Datum
Berlin
Columbiahalle
Di. 27.09.2022 20:00 Uhr Tickets ab 35,65 €
Wien
Planet.tt Bank Austria Halle Gaso...
Mi. 28.09.2022 20:00 Uhr Tickets ab 38,35 €
Graz
ppc
Fr. 30.09.2022 20:00 Uhr Tickets ab 33,95 €
Linz
POSTHOF Großer Saal
Sa. 01.10.2022 20:00 Uhr Tickets ab 33,43 €
Dornbirn
Dornbirn Conrad Sohm
So. 02.10.2022 20:00 Uhr Tickets ab 33,95 €
Erlangen
E-Werk Kulturzentrum
Do. 06.10.2022 20:00 Uhr Tickets ab 33,20 €
Frankfurt
Batschkapp
Sa. 08.10.2022 19:30 Uhr Tickets ab 33,45 €
Berlin
HUXLEY'S NEUE WELT
So. 09.10.2022 20:00 Uhr Tickets ab 27,50 €
Leipzig
Haus Auensee
Di. 11.10.2022 20:00 Uhr Tickets ab 36,75 €
Dresden
Alter Schlachthof
Do. 13.10.2022 20:00 Uhr Tickets ab 33,45 €
Magdeburg
Factory
Sa. 15.10.2022 20:00 Uhr Tickets ab 33,45 €
München - Freimann
Zenith, die Kulturhalle
So. 16.10.2022 20:00 Uhr Tickets ab 35,65 €
Rostock
M.A.U. Club
Di. 18.10.2022 20:00 Uhr Tickets ab 33,55 €
Hamburg
edel-optics.de Arena
Do. 20.10.2022 20:00 Uhr Tickets ab 36,85 €
Bremen
Pier 2
Fr. 21.10.2022 20:00 Uhr Tickets ab 33,45 €
Kiel
MAX NACHTTHEATER
Sa. 22.10.2022 19:00 Uhr Tickets ab 33,45 €
Bielefeld
Lokschuppen
So. 23.10.2022 20:00 Uhr Tickets ab 33,55 €
Köln
Palladium Köln
Di. 25.10.2022 20:00 Uhr Tickets ab 33,45 €
Essen
Weststadthalle Essen
Do. 27.10.2022 20:00 Uhr Tickets ab 33,85 €
Trier
Europahalle Trier
Sa. 29.10.2022 20:00 Uhr Tickets ab 34,25 €
Luxembourg
Rotondes
Di. 01.11.2022 21:00 Uhr Tickets ab 33,55 €
Ravensburg
Oberschwabenhalle
Fr. 04.11.2022 20:00 Uhr Tickets ab 35,40 €
Hannover
Capitol
So. 06.11.2022 20:00 Uhr Tickets ab 34,45 €
Fulda
Kulturzentrum Kreuz
Di. 08.11.2022 20:00 Uhr Tickets ab 33,55 €
Wiesbaden
Schlachthof Wiesbaden
Mi. 09.11.2022 19:00 Uhr Tickets ab 34,00 €
Köln
Palladium Köln
Sa. 12.11.2022 20:00 Uhr Tickets ab 36,75 €
Münster
Skaters Palace
Mo. 14.11.2022 20:00 Uhr Tickets ab 36,85 €

Event-Info

2020 war für Provinz ein „Trotzdem“-Jahr. Im Frühjahr mitten im aufkommenden Hype um ihre Band
durch Corona bei voller Fahrt vom Karussell gerissen, platzierten sie im Sommer trotzdem ihr
Debütalbum „Wir bauten uns Amerika“ sensationell auf Platz 4 der deutschen Charts. Durch die
Kontaktbeschränkungen um ihre beiden restlos ausverkauften Touren des Jahres gebracht, hielten sie
durch ausgewählte Picknick- Konzerte trotzdem so gut es ging den Kontakt zu ihren Fans. Und
obwohl sie als Durchbruch-Band vermeintlich um das Jahr ihres Lebens gebracht wurden, konnten
Vincent, Robin, Moritz & Leon sich am Ende trotzdem über die Auszeichnung als „Bester Newcomer
Act“ bei der 1LIVE Krone freuen.
Es passt also, dass der auferlegte Stillstand bei aller Enttäuschung über verpasste Möglichkeiten
trotzdem etwas Gutes hervorbrachte: eine neue EP von Provinz. „Zu spät um umzudrehen“ heißt die
5-Track-Sammlung, erscheint am 11. Juni und wird angeführt von der ersten Single „Hymne gegen
euch“. Die wartet gleich mal mit einer handfesten Überraschung auf: Provinz werden politisch. Denn
auch wenn 2020 auf eine Weise ein Jahr des gesellschaftlichen Stillstands war, war es doch auf eine
andere doch das politisch unruhigste seit langer Zeit. Black Lives Matter, Querdenker- Demos, dazu
die fortwährend schwelende Diskussion um eine nahende Klimakatastrophe – als reflektierter Mensch
und junger dazu kann man in diesen Zeiten eigentlich gar nicht unpolitisch sein.
Das sieht auch Frontmann Vincent (22) so, der trotzdem beobachtet, dass „im Songwriting
Gesellschaftskritik und politische Äußerungen immer noch eher selten“ sind. Auch bei ihm selbst:
„Ich bin Fan davon, es allgemeiner zu halten, also nicht den Zeigefinger auf eine bestimmte Gruppe
zu richten“. Dann jedoch kam er an einen Punkt, bei dem ihm schlicht der Kragen platzte: „Ich hatte
einen Podcast gehört, in dem es um die Querdenker-Bewegung ging. Da hat mich zum Teil die Wut
gepackt und ich dachte: jetzt ist es an der Zeit, sich zu äußern.“
Das tun Provinz in „Hymne gegen euch“ auf gewohnt mitreißende Weise. „Was, wenn ich dir sage,
du bist nicht alleine / du bist wütend und wirfst keine Steine / Sie sagen die Jugend ist deprimiert /
Sie sei an Politik nicht interessiert“, nimmt Vincent ein gängiges Vorurteil über die Gen Z auf. „Sie
meinen weiter, jeder kämpft alleine / Aber wieso sind wir dann so viele“, begehrt er auf, und
spätestens als das tief geschlagene Piano-Intro in einen peitschenden Beat übergeht, ist das Feld für
den nun folgenden Schlachtruf bereitet: „Aus stummem Protest wird eine Horde / Das sind mehr als
nur Worte (...) / Hörst du die Schüsse in der Luft / Ja das ist mehr als ein Geräusch / Das ist kein Lied
für uns / Das ist ‘ne Hymne gegen euch“, ruft er, während sich drängende Pianoakkorde in
hymnischer Instrumentierung und dramatischem Backgroundgesang ergießen.
„Der Song soll knallen“, begründet Vincent die drastische Atmosphäre des Songs. „Er soll die Leute
aufwecken, die denken, sie hätten kein Recht dazu, sich jetzt zu äußern, weil sie sich vielleicht nicht
hundertprozentig auskennen. Die derselben Meinung sind, aber kein Ventil finden und nicht so
richtig wissen: Was mache ich jetzt? Wie soll ich mich verhalten? Denen will ich damit eine Stimme
geben“, so der Provinz-Frontmann, dessen „Hymne gegen euch“ sich gegen all jene richtet, die nur
auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind: „Sie kennen nur ihren Tellerrand / Glaubst du, meine Kinder
wollen auch grünes Gras / Sie reden von Karriere, sind Fähnchen im Wind / Wann wechselt das
Wetter“.
Neben „Hymne gegen euch“ glänzen Provinz auf der EP mit all dem, was sie zu einer der besten
deutschen Newcomerbands der letzten Jahre gemacht hat: Große, ungefilterte Coming-of-AgeGefühle treffen auf mitreißend direkte Texte, rauschende Indie-Hymnen auf organisch instrumentierte
Produktionen, der Hunger auf die große weite Welt auf die Angst, das vertraute familiäre Umfeld zu
verlassen – Letzteres manifestiert in „22 Jahre“, der schönsten Mutter-Ode seit Kanye Wests „Hey
Mama“. Produzent der EP ist erneut Tim Tautorat (u.a. AnnenMayKantereit, Faber), was einerseits für
den wiedererkennbaren Provinz-Sound sorgt. Andererseits jedoch klingen die Produktionen teils
deutlich progressiver, was Vincents Vorarbeit mit einem Kumpel gedankt ist, dem bekannten
Songwriter, Musikproduzent, Sänger und Multiinstrumentalisten Fayzen.
„Nachdem wir ‚Wir bauten uns Amerika’ veröffentlicht hatten, war irgendwie gar nichts mehr los und
kein Druck da“, erinnert sich Vincent an die Zeit im Spätsommer. „Ich konnte ein bisschen drauflos
schreiben und war im Studio bei Fayzen in der Nähe von Hamburg. Normalerweise schreibe ich
immer allein, aber wir haben es dann mal gemeinsam ausprobiert und es hat krass gut funktioniert.
Ich habe zum Beispiel ein paar Akkorde gespielt und ein bisschen was gesummt und er hat es
aufgenommen, derweil habe ich dann meine Notizen vollgeballert und er hat mit den Sounds
gebastelt. Und dann haben wir es wieder zusammengefügt und so weiter. Wir haben einfach
ausprobiert und ganz wilde Sachen gemacht.“ All das wäre nicht passiert, wären Provinz im
September wie geplant auf Tour gewesen. Das Trotzdem-Jahr 2020, es hatte auch seine guten
Momente.

Event-Info

2020 war für Provinz ein „Trotzdem“-Jahr. Im Frühjahr mitten im aufkommenden Hype um ihre Band
durch Corona bei voller Fahrt vom Karussell gerissen, platzierten sie im Sommer trotzdem ihr
Debütalbum „Wir bauten uns Amerika“ sensationell auf Platz 4 der deutschen Charts. Durch die
Kontaktbeschränkungen um ihre beiden restlos ausverkauften Touren des Jahres gebracht, hielten sie
durch ausgewählte Picknick- Konzerte trotzdem so gut es ging den Kontakt zu ihren Fans. Und
obwohl sie als Durchbruch-Band vermeintlich um das Jahr ihres Lebens gebracht wurden, konnten
Vincent, Robin, Moritz & Leon sich am Ende trotzdem über die Auszeichnung als „Bester Newcomer
Act“ bei der 1LIVE Krone freuen.
Es passt also, dass der auferlegte Stillstand bei aller Enttäuschung über verpasste Möglichkeiten
trotzdem etwas Gutes hervorbrachte: eine neue EP von Provinz. „Zu spät um umzudrehen“ heißt die
5-Track-Sammlung, erscheint am 11. Juni und wird angeführt von der ersten Single „Hymne gegen
euch“. Die wartet gleich mal mit einer handfesten Überraschung auf: Provinz werden politisch. Denn
auch wenn 2020 auf eine Weise ein Jahr des gesellschaftlichen Stillstands war, war es doch auf eine
andere doch das politisch unruhigste seit langer Zeit. Black Lives Matter, Querdenker- Demos, dazu
die fortwährend schwelende Diskussion um eine nahende Klimakatastrophe – als reflektierter Mensch
und junger dazu kann man in diesen Zeiten eigentlich gar nicht unpolitisch sein.
Das sieht auch Frontmann Vincent (22) so, der trotzdem beobachtet, dass „im Songwriting
Gesellschaftskritik und politische Äußerungen immer noch eher selten“ sind. Auch bei ihm selbst:
„Ich bin Fan davon, es allgemeiner zu halten, also nicht den Zeigefinger auf eine bestimmte Gruppe
zu richten“. Dann jedoch kam er an einen Punkt, bei dem ihm schlicht der Kragen platzte: „Ich hatte
einen Podcast gehört, in dem es um die Querdenker-Bewegung ging. Da hat mich zum Teil die Wut
gepackt und ich dachte: jetzt ist es an der Zeit, sich zu äußern.“
Das tun Provinz in „Hymne gegen euch“ auf gewohnt mitreißende Weise. „Was, wenn ich dir sage,
du bist nicht alleine / du bist wütend und wirfst keine Steine / Sie sagen die Jugend ist deprimiert /
Sie sei an Politik nicht interessiert“, nimmt Vincent ein gängiges Vorurteil über die Gen Z auf. „Sie
meinen weiter, jeder kämpft alleine / Aber wieso sind wir dann so viele“, begehrt er auf, und
spätestens als das tief geschlagene Piano-Intro in einen peitschenden Beat übergeht, ist das Feld für
den nun folgenden Schlachtruf bereitet: „Aus stummem Protest wird eine Horde / Das sind mehr als
nur Worte (...) / Hörst du die Schüsse in der Luft / Ja das ist mehr als ein Geräusch / Das ist kein Lied
für uns / Das ist ‘ne Hymne gegen euch“, ruft er, während sich drängende Pianoakkorde in
hymnischer Instrumentierung und dramatischem Backgroundgesang ergießen.
„Der Song soll knallen“, begründet Vincent die drastische Atmosphäre des Songs. „Er soll die Leute
aufwecken, die denken, sie hätten kein Recht dazu, sich jetzt zu äußern, weil sie sich vielleicht nicht
hundertprozentig auskennen. Die derselben Meinung sind, aber kein Ventil finden und nicht so
richtig wissen: Was mache ich jetzt? Wie soll ich mich verhalten? Denen will ich damit eine Stimme
geben“, so der Provinz-Frontmann, dessen „Hymne gegen euch“ sich gegen all jene richtet, die nur
auf ihren eigenen Vorteil bedacht sind: „Sie kennen nur ihren Tellerrand / Glaubst du, meine Kinder
wollen auch grünes Gras / Sie reden von Karriere, sind Fähnchen im Wind / Wann wechselt das
Wetter“.
Neben „Hymne gegen euch“ glänzen Provinz auf der EP mit all dem, was sie zu einer der besten
deutschen Newcomerbands der letzten Jahre gemacht hat: Große, ungefilterte Coming-of-AgeGefühle treffen auf mitreißend direkte Texte, rauschende Indie-Hymnen auf organisch instrumentierte
Produktionen, der Hunger auf die große weite Welt auf die Angst, das vertraute familiäre Umfeld zu
verlassen – Letzteres manifestiert in „22 Jahre“, der schönsten Mutter-Ode seit Kanye Wests „Hey
Mama“. Produzent der EP ist erneut Tim Tautorat (u.a. AnnenMayKantereit, Faber), was einerseits für
den wiedererkennbaren Provinz-Sound sorgt. Andererseits jedoch klingen die Produktionen teils
deutlich progressiver, was Vincents Vorarbeit mit einem Kumpel gedankt ist, dem bekannten
Songwriter, Musikproduzent, Sänger und Multiinstrumentalisten Fayzen.
„Nachdem wir ‚Wir bauten uns Amerika’ veröffentlicht hatten, war irgendwie gar nichts mehr los und
kein Druck da“, erinnert sich Vincent an die Zeit im Spätsommer. „Ich konnte ein bisschen drauflos
schreiben und war im Studio bei Fayzen in der Nähe von Hamburg. Normalerweise schreibe ich
immer allein, aber wir haben es dann mal gemeinsam ausprobiert und es hat krass gut funktioniert.
Ich habe zum Beispiel ein paar Akkorde gespielt und ein bisschen was gesummt und er hat es
aufgenommen, derweil habe ich dann meine Notizen vollgeballert und er hat mit den Sounds
gebastelt. Und dann haben wir es wieder zusammengefügt und so weiter. Wir haben einfach
ausprobiert und ganz wilde Sachen gemacht.“ All das wäre nicht passiert, wären Provinz im
September wie geplant auf Tour gewesen. Das Trotzdem-Jahr 2020, es hatte auch seine guten
Momente.