"Spätzünder mit Kickstarter" - Eine Frau, ein Motorrad und jede Menge Geschichten

am 21.01.2021
Ganz nach dem Motto ‚Man weiß ja nie…‘ erwarb ich in meiner Jugend den Motorrad-Führerschein und fuhr seitdem nie wieder. 30 Jahre später verliebte ich mich auf einer meiner Nepal-Reisen in ein Motorrad – eine Royal Enfield - und lernte im chaotischen... weiterlesen
Tickets ab 9,10 €

Termine

Orte Datum
Waren (Müritz)
Bürgersaal Waren
Do. 21.01.2021 19:30 Uhr Tickets ab 9,10 €

Event-Info

Ganz nach dem Motto ‚Man weiß ja nie…‘ erwarb ich in meiner Jugend den Motorrad-Führerschein und fuhr seitdem nie wieder. 30 Jahre später verliebte ich mich auf einer meiner Nepal-Reisen in ein Motorrad – eine Royal Enfield - und lernte im chaotischen Stadtverkehr von Kathmandu und auf den Pisten der Umgebung das Fahren neu.
Bereits am ersten Tag musste ich einige kritische Situationen meistern. Das gab mir das nötige Selbstvertrauen, um auf eigene Faust das Kathmandutal zu erkunden. Gemeinsam mit einem einheimischen Freund überquerte ich die Bergkette des Shivapuri und besuchte ein Dorf, welches durch unsere Spenden nach dem Erdbeben mit Hilfsgütern versorgt wurde. Die Menschen dort staunten nicht schlecht, hatten sie doch zuvor noch nie eine Ausländerin gesehen.
Nach meiner Rückkehr aus Nepal ging mir das Motorrad nicht mehr aus dem Kopf. Allein die spannende Geschichte dieser aus England stammenden und mittlerweile in Indien produzierten Maschine faszinierte mich. Es kam, was kommen musste – ich bestellte mir eine Royal Enfield, packte sie eigenhändig aus dem Schiffscontainer aus und taufte sie auf den Namen „LADY“.
Nach ein paar kleineren Testfahrten, bei denen wir uns aneinander gewöhnten, kaufte ich mir Zelt, Schlafsack und Isomatte, ließ mir vom Bürgermeister meiner Heimatstadt eine Grußbotschaft ausstellen und startete in Richtung Skandinavien. Mein Ziel waren die drei nordischen Königshäuser in Kopenhagen, Stockholm und Oslo. Dabei ging es mir weniger um die gekrönten Häupter, als vielmehr um ein Foto meiner royalen „Lady“ vor dem königlichen Schloss.
Auf dem Weg musste ich mich so manchen Herausforderungen stellen, wobei mir die starken Regenfälle am meisten zugesetzt haben. Ich zeltete auf einem Golfplatz, schlief in einer Holzhütte und übernachtete bei einer norwegischen Familie. Ein besonderer Höhepunkt dieser Tour war die Erkundung des Polarforschungsschiffes „FRAM“, das in Oslo seinen letzten Ankerplatz gefunden hat.
Die mit 993 km längste und härteste Etappe der Reise war eine Nonstop-Fahrt von Oslo nach Rostock, wobei ich die letzten 9 Stunden nachts bei strömenden Regen fuhr – natürlich ohne Regenkleidung, in Jeans und Lederschuhen. Aber auch davon habe ich mich nicht entmutigen lassen.
Ich weiß zwar bis heute noch nicht, wo die Zündkerzen sitzen und wie man die Kette spannt, aber eines weiß ich ganz sicher:
Meine Reise hat gerade erst begonnen!

Event-Info

Ganz nach dem Motto ‚Man weiß ja nie…‘ erwarb ich in meiner Jugend den Motorrad-Führerschein und fuhr seitdem nie wieder. 30 Jahre später verliebte ich mich auf einer meiner Nepal-Reisen in ein Motorrad – eine Royal Enfield - und lernte im chaotischen Stadtverkehr von Kathmandu und auf den Pisten der Umgebung das Fahren neu.
Bereits am ersten Tag musste ich einige kritische Situationen meistern. Das gab mir das nötige Selbstvertrauen, um auf eigene Faust das Kathmandutal zu erkunden. Gemeinsam mit einem einheimischen Freund überquerte ich die Bergkette des Shivapuri und besuchte ein Dorf, welches durch unsere Spenden nach dem Erdbeben mit Hilfsgütern versorgt wurde. Die Menschen dort staunten nicht schlecht, hatten sie doch zuvor noch nie eine Ausländerin gesehen.
Nach meiner Rückkehr aus Nepal ging mir das Motorrad nicht mehr aus dem Kopf. Allein die spannende Geschichte dieser aus England stammenden und mittlerweile in Indien produzierten Maschine faszinierte mich. Es kam, was kommen musste – ich bestellte mir eine Royal Enfield, packte sie eigenhändig aus dem Schiffscontainer aus und taufte sie auf den Namen „LADY“.
Nach ein paar kleineren Testfahrten, bei denen wir uns aneinander gewöhnten, kaufte ich mir Zelt, Schlafsack und Isomatte, ließ mir vom Bürgermeister meiner Heimatstadt eine Grußbotschaft ausstellen und startete in Richtung Skandinavien. Mein Ziel waren die drei nordischen Königshäuser in Kopenhagen, Stockholm und Oslo. Dabei ging es mir weniger um die gekrönten Häupter, als vielmehr um ein Foto meiner royalen „Lady“ vor dem königlichen Schloss.
Auf dem Weg musste ich mich so manchen Herausforderungen stellen, wobei mir die starken Regenfälle am meisten zugesetzt haben. Ich zeltete auf einem Golfplatz, schlief in einer Holzhütte und übernachtete bei einer norwegischen Familie. Ein besonderer Höhepunkt dieser Tour war die Erkundung des Polarforschungsschiffes „FRAM“, das in Oslo seinen letzten Ankerplatz gefunden hat.
Die mit 993 km längste und härteste Etappe der Reise war eine Nonstop-Fahrt von Oslo nach Rostock, wobei ich die letzten 9 Stunden nachts bei strömenden Regen fuhr – natürlich ohne Regenkleidung, in Jeans und Lederschuhen. Aber auch davon habe ich mich nicht entmutigen lassen.
Ich weiß zwar bis heute noch nicht, wo die Zündkerzen sitzen und wie man die Kette spannt, aber eines weiß ich ganz sicher:
Meine Reise hat gerade erst begonnen!