Hagen Rether - Liebe

Hagen Rether - Liebe
26.04.2019 – 19.09.2020
Foto: Klaus Reinelt Die Welt wird täglich ungerechter, das Geflecht aus politischen und wirtschaftli­chen Abhängigkeiten immer dichter: Vor diesem Hintergrund lässt Hagen Rether Strippenzieher, Strohmänner und Sündenböcke aufziehen. Den so... weiterlesen
Tickets ab 13,10 €

Termine

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Orte Datum
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Emden
Neues Theater
Fr. 26.04.2019 19:30 Uhr Tickets ab 21,10 €
Friedrichshafen
Bahnhof Fischbach
So. 19.05.2019 20:00 Uhr Tickets ab 29,60 €
Heidelberg
Kongresshaus Stadthalle
So. 26.05.2019 19:00 Uhr Tickets ab 24,10 €
Frankfurt am Main
Bürgerhaus Bornheim
Fr. 31.05.2019 20:00 Uhr Tickets ab 24,00 €
Lüneburg
Kulturforum Lüneburg
Fr. 06.09.2019 20:00 Uhr Tickets ab 23,00 €
Lohr am Main
Stadthalle Lohr
Fr. 20.09.2019 20:00 Uhr Tickets ab 26,50 €
Bamberg
Konzert- und Kongresshalle Bamberg
Do. 07.11.2019 19:00 Uhr Tickets ab 27,15 €
Coburg
Kongresshaus Rosengarten
Fr. 08.11.2019 20:00 Uhr Tickets ab 27,15 €
Erlangen
Redoutensaal Erlangen
Sa. 09.11.2019 20:00 Uhr Tickets ab 25,70 €
Hannover
Theater am Aegi
Fr. 15.11.2019 20:00 Uhr Tickets ab 21,90 €
Bremen
Pier 2 / Waterfront
Sa. 16.11.2019 19:30 Uhr Tickets ab 31,00 €
Ulm
ROXY
Fr. 22.11.2019 20:00 Uhr Tickets ab 26,30 €
Karlsruhe
Tollhaus Kulturzentrum e.V.
So. 24.11.2019 18:00 Uhr Tickets ab 26,30 €
Schortens
Bürgerhaus Schortens
Fr. 06.12.2019 19:00 Uhr Tickets ab 13,10 €
Mainz
Rheingoldhalle Mainz
Sa. 11.01.2020 20:00 Uhr Tickets ab 29,90 €
Hamm
Maximilianpark
Sa. 18.01.2020 19:30 Uhr Tickets ab 23,30 €
Aurich
Stadthalle Aurich
So. 15.03.2020 18:00 Uhr Tickets ab 26,60 €
Weinheim
Stadthalle Weinheim
Sa. 28.03.2020 20:00 Uhr Tickets ab 15,50 €
Emsdetten
Stroetmanns Fabrik
Fr. 18.09.2020 19:30 Uhr Tickets ab 22,20 €
Cloppenburg
Stadthalle Cloppenburg
Sa. 19.09.2020 19:30 Uhr Tickets ab 25,50 €

Event-Info

Foto: Klaus Reinelt

Die Welt wird täglich ungerechter, das Geflecht aus politischen und wirtschaftli­chen Abhängigkeiten immer dichter: Vor diesem Hintergrund lässt Hagen Rether Strippenzieher, Strohmänner und Sündenböcke aufziehen. Den so genannten gesellschaftlichen Konsens stellt er vom Kopf auf die Füße und die System­fragen gleich im Paket: Von der Religions„freiheit“ über das Wirtschaftswachstum bis zur staatlichen „Lizenz zum Töten“ kommt alles auf den Tisch. Doch die Verantwortung tragen nicht „die Mächtigen“ allein – wir, ihre mehr oder weniger willigen Kollaborateure, müssen uns wohl am eigenen Schopf aus unserer Komfortzone ziehen, um nicht in den Abgrund zu stürzen, den wir gemeinsam geschaufelt haben.

Der wahrhaft unbequeme Kabarettist entlarvt so manchen Volkszorn samt seiner auf „Die da oben“ zielenden Empörungsrhetorik als Untertanentum – den Unwillen, unsere eigenen, fatalen Gewohnheiten zu überwinden. Kabarett verändert nichts? Rethers ebenso komisches wie schmerzhaftes, bis zu dreieinhalbstündiges Programm infiziert das Publikum mit gleich zwei gefährlichen Viren: der Unzufrieden­heit mit einfachen Erklärungen und der Erkenntnis, dass wir alle die Kraft zur Veränderung haben.

LIEBE, so der seit Jahren konstante Titel des ständig mutierenden Programms, kommt darin nicht vor, zumindest nicht in Form von Herzen, die zueinander finden – und romantisch kommt allenfalls einmal die Musik des vielseitigen Pianisten daher. Was aber in seinem fulminanten Plädoyer für das Mitgefühl sichtbar wird, ist die Menschenliebe eines Kabarettisten, der an Aufklärung und an die Möglichkeit zur Umkehr noch am Abgrund glaubt.